Risk-Management-Frameworks

ISO, NIST, SOC 2, DORA — Controls einmal mappen, überall belegen.

ISO 27001, NIST CSF, NIST 800-53, SOC 2, DORA, NIS2, KI-VO, DSGVO, PCI DSS — die meisten verlangen dieselben Controls in anderen Worten. Lojycal bringt etwas Lojyk in Compliance: eine lebende Control-Library, ein Evidenz-Stream, jedes Framework aus derselben Quelle der Wahrheit bedient.

Was jedes Risk-Framework wirklich verlangt

Lässt man das Vokabular weg, konvergieren die modernen GRC-Frameworks auf sechs Pflichten. Lojycal erzeugt alle sechs direkt aus operativen Systemen — statt aus Tabellen und Screenshots eine Woche vor dem Audit.

  • Definierter Geltungsbereich & Asset-Register

    Was im Scope ist — Systeme, Daten, Lieferanten, Standorte, KI-Modelle. ISO nennt es ISMS-Scope, SOC 2 Boundary, DORA ICT-Estate. Dieselbe Sache, drei Namen.

  • Risikobewertung mit Ownership

    Bedrohung, Eintrittswahrscheinlichkeit, Auswirkung, Restrisiko, Verantwortlicher. ISO 27001 Klausel 6, NIST CSF Govern/Identify, SOC 2 CC3, DORA Art. 6, NIS2 Art. 21, KI-VO Art. 9 — die Struktur ist identisch.

  • Ein nachweisbarer Control-Katalog

    Annex A, NIST 800-53, SOC 2 TSC, PCI DSS 4.0 — Referenz-Set wählen, Implementierung mappen, Wirksamkeit belegen.

  • Kontinuierliches Monitoring, keine Jahresfotos

    Frameworks sind seit einem Jahrzehnt von Punkt-Zeit auf kontinuierlich umgestellt. SOC 2 Type II, ISO-Überwachungsaudits, DORA-Continuous-Monitoring, NIS2-Aufsicht — Auditoren wollen den Stream, nicht den Snapshot.

  • Vorfallserkennung, -klassifizierung & -meldung

    Erkennen, klassifizieren, eskalieren, melden innerhalb der Frist. NIS2 24/72h, DORA-Großvorfall, KI-VO Art. 73, DSGVO 72h — die Uhr läuft ab Kenntnis.

  • Drittparteien- & Lieferketten-Risiko

    Jedes moderne Framework zieht Lieferanten in den Scope. ISO 27001 A.5.19–A.5.23, DORA TPRM, NIS2-Supply-Chain, SOC 2 Vendor Due Diligence, DSGVO Art. 28.

Vier Lojycal-Workspaces. Jedes Framework abgedeckt.

Ein Modell, viele Frameworks. Control einmal anlegen, auf jedes Standard-Referenz mappen, Evidenz kontinuierlich aufbauen — statt dasselbe Audit-Pack dreimal im Jahr neu zu bauen.

Vereinheitlichte Control-Library

Jede Control-Implementierung gleichzeitig mit ISO, NIST, SOC 2, DORA, NIS2, KI-VO, DSGVO und PCI verknüpft. Einmal anlegen, überall erfüllen.

Trust Center → Control Library

Live-Evidenz-Stream

Konfigurations-, Zugriffs-, MFA-, Change-, MDM-, SIEM- und HRIS-Events in ein WORM-Ledger — die Evidenz hinter jedem Control, minutenaktuell.

Audit-Log + Evidence Pack

Risikoregister

Risiken mit Eintrittswahrscheinlichkeit, Auswirkung, Owner und Behandlung. Dasselbe Register speist ISO Klausel 6, SOC 2 CC3, DORA Art. 6, KI-VO Art. 9.

Trust Center → Risk

Vorfall- & Audit-Ledger

Erkennung, Klassifizierung, Owner, Timeline, Behördenentwurf. NIS2, DORA, KI-VO, DSGVO — ein Ledger, jede Meldefrist.

Incident Ledger → Report Builder

Wer verlangt was — auf einen Blick

Wer ISO 27001 betreibt, hat zu ~80 % SOC 2 und zu ~70 % NIST CSF erfüllt — weiß es nur nicht. Lojycal macht die Überschneidung sichtbar. Eine Auswahl:

FrameworkWofürLojycal-Quelle
ISO 27001:2022ISMS + Annex-A-Controls — zertifizierbarControl Library → SoA
NIST CSF 2.0Govern · Identify · Protect · Detect · Respond · RecoverControl Library → CSF-Sicht
NIST 800-53 / 800-171Bundes-Control-Baselines + CUIControl Library → 800-53-Sicht
SOC 2 (TSC)Type-I/II-Attestation für Service-OrganisationenControl Library + Evidence Stream
DORAICT-Risiko + TPRM für EU-FinanzunternehmenTrust Center → DORA
NIS2Risiko + Vorfallmeldung für wesentliche/wichtige EinrichtungenRisikoregister + Incident Ledger
EU AI ActKI-Inventar + Post-Market-MonitoringKI-System-Register
DSGVOVerarbeitungsverzeichnis + DSAR + 72h-MeldungPrivacy Workspace + Incident Ledger
PCI DSS 4.0Cardholder-Data-Environment-ControlsControl Library → PCI-Sicht

Stichprobe — nicht vollständig. Frameworks ändern sich; jede Lojycal-Control-Zeile trägt aktuelle Referenzversion und letztes Mapping-Datum.

Controls einmal mappen, überall belegen

Der versteckte Compliance-Kostenblock ist nicht das Audit. Es ist die dritte Tabelle des Jahres, die vierte Screenshot-Aktion, das fünfte Gespräch über dasselbe Control.

Lojycal stoppt die Dopplung. Jede Control-Implementierung ist auf jede Framework-Referenz gemappt; jeder Evidenz-Eintrag ist ein WORM-Audit-Log; jedes Evidence Pack ein signiertes JSON+CSV+PDF-Bündel mit abgesetzter HMAC-Signatur je Organisation. Dasselbe Bündel geht an ISO-Surveillance, SOC-2-Firma, DORA-Prüfer, NIS2-Aufsicht — und alle können es unabhängig verifizieren.

Vom Framework-Wirrwarr zu einer signierten Quelle — 90 Tage

Teams, die ISO, SOC 2, DORA und NIS2 als separate Programme aufsetzen, brennen bis Q2 aus. Teams, die alles auf einer Control-Library betreiben, schließen das erste Audit in 90 Tagen ab — das zweite fast geschenkt.

  1. Tag 0–30

    Phase 1 — Inventar & Crosswalk

    Bestehende Controls aus Tabellen, GRC-Tools und Shared Drives in die Lojycal-Control-Library ziehen. Gegen die Frameworks im Scope crosswalken. Dopplungen, Lücken, unbesessene Controls identifizieren.

  2. Tag 31–60

    Phase 2 — Control-Konsolidierung

    Doppelte Controls zu einer Implementierung zusammenführen. Operative Systeme (IdP, MDM, SIEM, Ticketing, HRIS) anbinden, damit Evidenz automatisch fließt. Owner und Review-Rhythmus festlegen.

  3. Tag 61–90

    Phase 3 — Kontinuierliche Evidenz

    Das wichtigste Framework in den Surveillance-Modus schalten. Erstes signiertes Evidence Pack erzeugen. Zweites Framework aus denselben Daten — ohne neue operative Arbeit.

Risk-Management-Frameworks — häufige Fragen

ISO 27001 vs. NIST CSF vs. SOC 2 — was brauche ich wirklich?

Unterschiedliche Ziele, unterschiedliche Adressaten. ISO 27001 ist ein zertifizierbares internationales ISMS — passend, wenn Kunden, Regulator oder Ausschreibungen ein Zertifikat verlangen. NIST CSF 2.0 ist ein freiwilliges Framework — gut als interne Ordnungssprache und Startpunkt in den USA. SOC 2 ist eine CPA-Attestation gegen die Trust Services Criteria — Pflicht für US-SaaS im Mid-Market und höher. Reife Programme betreiben oft ISO + SOC 2 parallel (Überschneidung ~80 %) und nutzen NIST CSF als interne Ordnungssprache.

Muss ich mich entscheiden oder kann ich mehrere Frameworks parallel fahren?

Mehrere parallel — so machen es die meisten regulierten Unternehmen. Trick: jede Control-Implementierung auf jede Framework-Referenz mappen, die sie erfüllt, statt dasselbe Control dreimal umzusetzen. Die Lojycal-Control-Library ist genau darauf gebaut: MFA-überall einmal anlegen — erfüllt gleichzeitig ISO A.5.17 + A.8.5, NIST CSF PR.AA-03, NIST 800-53 IA-2, SOC 2 CC6.1, PCI DSS 8.4, DORA Art. 9, NIS2 Art. 21.

Wie groß ist die Überschneidung zwischen ISO 27001 und SOC 2 wirklich?

Praktisch ~80 % nach Control-Zahl. ISO 27001:2022 Annex A hat 93 Controls; die SOC 2 TSC ca. 64 Common Criteria plus optionale Kategorien. Die meisten lassen sich 1:1 oder 1:n mappen. Authentifizierung, Change Management, Schwachstellenmanagement, Incident Response, Lieferantenmanagement und logischer Zugriff sind im Kern identisch.

SOC 2 Type I vs. Type II — Unterschied?

Type I ist Punkt-Zeit: «zu diesem Datum waren die Controls angemessen designt». Type II ist Wirksamkeit über Zeitraum (meist 6–12 Monate): «zwischen diesen Daten haben die Controls kontinuierlich gewirkt und wurden stichprobenartig getestet». Enterprise-Käufer verlangen Type II. Lojycals kontinuierlicher Evidenz-Stream liefert dem Type-II-Prüfer eine Stichprobenpopulation — statt jedem Quartal manuell zu rekonstruieren.

Deckt ISO 27001 DORA ab?

Teilweise. ISO 27001 + ISO 22301 + ISO 27036 decken einen Großteil der DORA-Art. 5–14-Fläche zum ICT-Risikomanagement ab, aber DORA verlangt zusätzlich explizite Major-Incident-Klassifizierung und -Meldung, Threat-Led-Penetration-Testing für signifikante Einrichtungen und ein strukturiertes ICT-Drittparteien-Register, das ISO nicht vorschreibt. Lojycals DORA-Workspace übernimmt ISO-Evidenz im Überlapp und legt DORA-spezifische Artefakte oben drauf.

Wo passt die KI-VO neben ISO und DSGVO?

Die KI-VO sitzt auf der DSGVO (sobald ein Modell personenbezogene Daten verarbeitet) und ergänzt ISO 42001 (AI-Management-System). Für Hochrisiko-KI braucht es ISO-mäßige Risiko- und Qualitäts-Records, DSGVO-Daten-Governance und -DSFA-Evidenz und die KI-VO-Risikoklassen, Tech-Doku, Post-Market-Monitoring und Vorfallmeldung. Lojycal verknüpft jedes KI-System mit seinem Verarbeitungsverzeichnis und seinem ISO-Control-Set, damit dieselbe Daten-Governance-Arbeit für alle drei zählt.

Was bringt NIST CSF 2.0 gegenüber CSF 1.1?

Die große Änderung ist die neue Govern-Funktion: eine sechste Säule für organisatorischen Kontext, Risikomanagement-Strategie, Rollen, Policy, Aufsicht und Lieferketten-Risiko. CSF 2.0 erweitert die Zielgruppe über kritische Infrastruktur hinaus und liefert explizite Profile/Tiers-Guidance. Lojycals CSF-Sicht steht standardmäßig auf 2.0 und stellt die Govern-Outcomes neben die bestehenden fünf Funktionen.

Kann ich Auditor-Evidenz direkt aus Lojycal erzeugen?

Ja. Trust Center → Evidence Pack bündelt die gewählten Controls, die stützenden WORM-Audit-Log-Einträge, die signierten Konfigurations-Snapshots und die Vorfälle des Zeitraums in ein JSON+CSV+PDF-Bündel mit abgesetzter HMAC-Signatur je Organisation. Der Auditor verifiziert unabhängig — kein geteilter Screenshot-Ordner, keine «schick uns bis Freitag eine CSV»-Mail.

Etwas Lojyk in Compliance bringen.

Eine Control-Library. Ein Evidenz-Stream. Jedes Framework — ISO, NIST, SOC 2, DORA, NIS2, KI-VO, DSGVO, PCI — aus derselben Quelle der Wahrheit.